Landesregierung muss über Ursachen und Maßnahmen aufklären!

Düsseldorf: Vergangene Woche, am 28. Mai, kam es in westlichen Teilen des Ruhrgebiets zu einem der stärksten Erdbeben der letzten Jahre. Die Stärke betrug Medienberichten zufolge schätzungsweise zwischen 3,5 und 2,9 und die Auswirkungen sollen bis nach Bottrop, Oberhausen und Gelsenkirchen spürbar gewesen sein. Genauere Angaben sind jedoch weder über Stärke noch genaue Ursachen bekannt. Einzig das bergbaubetreibende Unternehmen RAG des Bergwerks Prosper-Haniel gab bekannt, dass das Beben wohl auf das Abbrechen einer Sandsteinschicht oberhalb eines unterirdischen Abbaufeldes rückführbar sei. Im Rahmen des Unterausschusses Bergbausicherheit beantragt der Niederrheiner FDP-Landtagsabgeordnete Dietmar Brockes – Sprecher für Wirtschaft, Industrie und Energie – nun, dass die Landesregierung über genaue Hergänge und Ursachen informiert:

 

„Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde ein Erdbebenereignis vom Bergbaubetrieb RAG verursacht. Was genau passiert ist und wieso es überhaupt so weit kommen konnte – dazu gibt es bisweilen nur spärlich Informationen. Deswegen fordern wir nun Klarheit: Im Zuge einer von der FDP-Fraktion gestellten Berichtsanfrage im Unterausschuss Bergbausicherheit des Landtages, sollen nun alle Fakten auf den Tisch gelegt werden. Dabei soll sowohl geklärt werden wie genau der Abbruch der Sandsteinschicht verursacht wurde, welche Stärke und Schwinggeschwindigkeit das Beben aufwies, aber auch, welche Maßnahmen die Landesregierung ergreifen möchte, um die Anwohner wirksam vor Schäden zu schützen – wie beispielsweise durch das Einrichten zusätzlicher Messstellen.

 

Außerdem soll mit Hilfe der Berichtsanfrage geprüft werden, ob die in der Transparenzinitiative angekündigten Maßnahmen zu bergbauinduzierten Erschütterungen bereits durchgeführt und umgesetzt wurden. Auch über das künftige Vorgehen der Landesregierung in Bezug auf etwaige Sonderbetriebspläne und Maßnahmen muss dringend Klarheit und Transparenz geschaffen werden.“, sagt Brockes.