Als Dietmar Brockes 2000 Mitglied des Landtages wurde, war er mit gerade 29 Jahren einer der jüngsten Abgeordneten, die in der Geschichte des Landes in das Parlament einzogen. Aber ein Berufspolitiker war Dietmar Brockes nie. Auf die Politik hat er sich allein nie verlassen. Mit beiden Beinen fest auf der Erde, unabhängig und frei – das gilt auch für den beruflichen Werdegang des FDP-Abgeordneten.
Nach dem Abitur 1991 absolvierte Dietmar Brockes beim damaligen Computerhersteller Nokia Data (heute Fujitsu) eine Ausbildung zum Bürokaufmann im Großhandel. Seinen IHK-Abschluss erreichte er 1993. Zunächst ein Jahr schnupperte er anschließend den Duft der Arbeitswirklichkeit – in verantwortlicher Position in der Materialwirtschaft.
Von 1994 bis 1998 studierte er als einer von 120 Pionierstudenten Betriebswirtschaft an der Fonty's Hogeschool im niederländischen Venlo. Schon während des Studiums machte sich Dietmar Brockes selbstständig: Er gründete 1996 den ESB Service Dietmar Brockes (Internet-Software-Versand) in enger Zusammenarbeit mit der ESB - Europäische Sponsoring-Börse St. Gallen (CH). 2000 firmierte das Unternehmen in MEDIATIVE um – und erweiterte sein Portfolio auf Internet-Dienstleistungen jeder Art. Nach Abgabe des Unternehmens gönnt sich Dietmar Brockes nun eine unternehmerische Pause – und konzentriert sich ganz auf die Landtagsarbeit. Auch wenn es ihn noch oft unternehmerisch kribbelt. Die Rückkehr ins Unternehmertum ist fest avisiert. Und ohnehin ist Brockes sich im Landtag treu geblieben: Denn als wirtschaftspolitischer Sprecher setzt sich der "gelernte Mittelständler" entschieden für jene kleineren und mittleren Unternehmen ein, deren Sorgen und Nöte, aber vor allem auch deren Chancen und deren Charme er aus eigenem Erleben aufs Beste kennt.



